Verhütung bei PCOS

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Verhütung bei PCOS Welche Möglichkeiten gibt es?

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PCOS - Frau zupft Haare am Kinn aus
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Kurz erklärt

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) kann den Menstruationszyklus und den Eisprung beeinflussen. Eine Schwangerschaft ist dennoch möglich. Wer aktuell nicht schwanger werden möchte, sollte sich deshalb frühzeitig mit einer geeigneten Verhütungsmethode beschäftigen.

Sowohl hormonelle als auch hormonfreie Verhütungsmethoden können bei PCOS infrage kommen. Welche Methode geeignet ist, hängt von der individuellen gesundheitlichen Situation, möglichen Begleiterkrankungen, den persönlichen Präferenzen und der individuellen Lebenssituation ab.

Für Frauen, die nur gelegentlich Geschlechtsverkehr haben oder eine Verhütungsmethode bei Bedarf (on demand) anwenden möchten, können Barrieremethoden wie das Diaphragma oder Kondome eine geeignete Option sein.

Warum Verhütung bei PCOS wichtig ist

Viele Frauen mit PCOS fragen sich, ob sie überhaupt verhüten müssen. Schließlich können unregelmäßige Menstruationszyklen oder seltene Eisprünge den Eindruck vermitteln, dass eine Schwangerschaft unwahrscheinlich ist. Tatsächlich können auch bei PCOS Eisprünge auftreten, häufig unregelmäßig und schwer vorhersehbar.

Deshalb ist eine geeignete Verhütungsmethode sinnvoll, wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht.

Was ist PCOS?

PCOS ist eine hormonelle Erkrankung, von der schätzungsweise 8 bis 13 % der Frauen im reproduktiven Alter betroffen sind. Sie kann den Menstruationszyklus, den Eisprung und die Fruchtbarkeit beeinflussen. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und treten nicht bei jeder Frau auf.

Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • unregelmäßige oder ausbleibende Menstruationsblutungen
  • seltene oder ausbleibende Eisprünge
  • Akne oder fettige Haut
  • verstärkte Körperbehaarung (Hirsutismus)
  • Haarausfall
  • Schwierigkeiten beim Gewichtsmanagement

Da PCOS den Menstruationszyklus und den Eisprung beeinflussen kann, stellen sich für viele Betroffene Fragen rund um Fruchtbarkeit und Verhütung.

Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der Beschwerden und weiterer Untersuchungen durch eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt gestellt.

Kann man trotz PCOS schwanger werden?

Ja. Ein unregelmäßiger Menstruationszyklus bedeutet nicht, dass eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Auch bei PCOS können Eisprünge auftreten. Deshalb ist eine Schwangerschaft grundsätzlich möglich.

Da PCOS häufig mit Zyklusunregelmäßigkeiten verbunden ist, finden Sie weitere Informationen in unserem Beitrag „Verhütung bei unregelmäßigem Zyklus“.

Welche Verhütung kommt bei PCOS infrage?

Bei PCOS können sowohl hormonelle als auch hormonfreie Verhütungsmethoden infrage kommen. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von der individuellen gesundheitlichen Situation, möglichen Begleiterkrankungen, dem aktuellen Kinderwunsch und den persönlichen Präferenzen ab.

Hormonelle Verhütungsmethoden wie die "Pille", der Vaginalring oder das Verhütungspflaster dienen der Schwangerschaftsverhütung. Je nach Präparat und individueller Situation können einige hormonelle Verhütungsmittel zudem Einfluss auf den Menstruationszyklus oder einzelne PCOS-bedingte Beschwerden haben.

Hormonfreie Verhütungsmethoden wie Kondome, das Diaphragma oder die Kupferspirale können ebenfalls infrage kommen. Welche Methode geeignet ist, sollte im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beratung entschieden werden.

Häufige Fragen (FAQ) bei PCOS

Fazit

PCOS kann den Menstruationszyklus und den Eisprung beeinflussen, verhindert eine Schwangerschaft jedoch nicht zuverlässig. Wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht, ist eine geeignete Verhütungsmethode sinnvoll.

Sowohl hormonelle als auch hormonfreie Verhütungsmethoden können bei PCOS infrage kommen. Welche Methode geeignet ist, sollte individuell und gemeinsam mit einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt entschieden werden.

Wissenschaftliche Quellen

Autor Pavitra Purohit

Pavitra Purohit ist Wissenschaftliche Produktmanagerin bei Kessel Medintim GmbH. Ihre Expertise umfasst medizinische Forschung, Forschung und Entwicklung (F&E), Medizintechnik sowie die wissenschaftliche Begleitung innovativer Medizinprodukte. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Frauengesundheit, insbesondere Diaphragmen und nicht-hormonellen Verhütungsmethoden. Sie verbindet wissenschaftliche Expertise mit evidenzbasierter Healthcare-Kommunikation, um fundierte und verständliche Informationen zu Diaphragmen, nicht-hormoneller Verhütung und Frauengesundheit bereitzustellen.

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